PPSB - HAMBURG

Fahrplan zum Konzept

Der folgende Fragenkatalog kann die Entwicklung eines Konzepts begleiten. Wir haben ihn so strukturiert, dass er die Gliederung der künftigen Konzeption erleichtern kann.
  1. Rahmenbedingungen oder die Kita gibt sich zu erkennen
    Motto:
    Unsere Kita ist das Beste, was einem Kind passieren kann.
    • Wer ist der Träger?
    • Wo liegt die Kita?
    • Wie ist das Einzugsgebiet strukturiert?
    • Wie sehen das Haus, die Räume und das Außengelände aus?
    • Wie ist das Personal strukturiert und ausgebildet?
    • Wie sind die öffnungszeiten?
    • Wie ist die Ausstattung?
    • Wie sind die rechtlichen Möglichkeiten, die eigene Struktur und das Angebot zu verändern?
  2. Das Menschenbild oder das Bild vom Kind
    Motto:
    Wir respektieren Menschen in ihrer Autonomie und fördern ihre Entwicklung auf ihrem individuellen Weg, sich mit der Welt auseinander zu setzen.
    • Welche Voraussetzungen haben Kinder und Erwachsene für ihre Entwicklung?
    • Wie können Menschen miteinander umgehen?
    • Welchen Stellenwert messen wir der Förderung kindlicher Entwicklung zu?
  3. Die pädagogischen Zielsetzungen
    Motto:
    Entwicklung ist Lernen. Lernen muss spannend und unterhaltend, fordernd und lustvoll – eben menschlich sein.
    • Welche pädagogischen Zielsetzungen lassen sich aus Punkt 2 ableiten?
    • Wie definier en wir unseren Auftrag, unsere Rolle in der Erziehung?
    • Welche pädagogischen Leitlinien entwickeln wir?
    • Verfolgen wir einen bestimmten pädagogischen Ansatz?
    • Arbeiten wir mit Kindern in der Gruppe, in altersgemischten oder in offenen Strukturen?
    • Wie gehen wir mit dem Vierfachauftrag »Pädagogik, Verhandlung mit dem Träger, Partizipation der Eltern und Anforderungen des Kostenträgers« um?
  4. Die pädagogische Zielsetzung in der systemischen Arbeit mit Kindern und Familien
    Motto:
    Die Welt soll vielseitig und interessant sein.

    Was leitet uns
    • in der Sprachförderung,
    • in der Wissensvermittlung,
    • in der Bewegungsförderung und Motorik,
    • in der Förderung von Kreativität und ästhetik,
    • im Erleben und im Umgang mit Emotionen,
    • in der Konstruktion und Förderung von sozialem Miteinander,
    • im Erlernen von Lernen und in der gemeinsamen Pädagogik für alle Kinder?
  5. Methoden und systemische Steuerungsprinzipien
    Motto:
    Wir wollen die Individualität des Menschen achten und ihm Entwicklung ermöglichen.
    • Wie gehen wir mit Selbststeuerung in der Pädagogik, mit offener Arbeit um?
    • Welche Funktionsräume sind nötig oder möglich? Wie gehen wir damit um?
    • Wie gehen wir mit Differenzierung um?
    • Wie sehen wir das Zusammenspiel von Interessengruppen, Angeboten, Projekten? Wie definieren wir sie?
    • Wie wollen wir was beobachten? Welche Ziele verfolgen wir damit?
    • Wie wollen wir verlässlich planen?
    • Wie werden Ergebnisse ausgewertet und mit den Eltern besprochen?
    • Wie gehen wir mit flexiblen Personalstrukturen um?
  6. Die Tagesabläufe in der Kita
    Motto:
    Inhaltliche Vielfalt als verlässliches Angebot.
    • Wie organisieren wir die Eingewöhnung von Kindern und Eltern?
    • Wie sieht der normale Tagesablauf aus?
    • Gibt es besondere Regeln oder Rituale, die den Tagesablauf steuern?
    • Wie gehen wir mit Ruhephasen um?
    • Welche Ernährungsfragen beeinflussen den Tagesrhythmus?
    • Wie verläuft der Tag, wenn wir Feste feiern?
  7. Die Zusammenarbeit mit den Eltern
    Motto:
    Ohne Kooperation mit Eltern und Familien können wir Kindern keine optimalen Entwicklungsmöglichkeiten garantieren.
    • Welche Leitlinien für die Zusammenarbeit mit Eltern haben wir?
    • Wie organisieren wir Beteiligung und Mitbestimmung der Eltern im Kita-Alltag?
    • Welche Service-Angebote für Eltern – Beratung, Begleitung bei Arztbesuchen oder ämtergängen – gibt es?
    • Wie, mit welchen Inhalten, vom wem und wie oft sollen Elternabende durchgeführt werden?
    • Mit welchem Ziel und Inhalt sollen Elternfortbildungendurchgeführt werden?
    • Wünschen sich die Eltern einen Raum für sich?
  8. Zusammenarbeit im Team
    Motto:
    Wir arbeiten im Team, um uns gegenseitig zu stärken und uns durch kontinuierliche Rückmeldungen weiterzuentwickeln.
    • Was verstehen wir unter Teamarbeit?
    • Was ist unsere Zielsetzung in der Teamarbeit, sowohl im Groß- als auch im Kleinteam?
    • Wie ist unser Besprechungswesen organisiert? Welche verlässlichen Strukturen sind für alle verbindlich?
    • Wie und von wem werden Entscheidungen getroffen und weiterentwickelt?
    • Welche Leitlinien gibt es für die Leitungstätigkeit?
    • Welche Leitlinien brauchen die geleiteten Kolleginnen und Kollegen?
    • Welche Regeln gelten für die Einarbeitung neuer Teammitglieder?
    • Welche Organisationsregeln – Pausen, Arbeitszeit, Urlaub – gelten im Alltag?
  9. Die Hauswirtschaft
    Motto:
    Wir leben gern in einem schönen, sauberen Haus und lieben leckeres Essen.
    • Welches Ernährungsprinzip gilt in der Kita?
    • Welche Hygiene-Leitlinien gelten in der Kita?
    • Wie wird die Kooperation zwischen Hauswirtschaft und Pädagogik organisiert?
  10. Leitlinien und Standards
    Motto:
    Die Arbeit soll für alle verlässlich gestaltet werden.
    • Welche Standards gelten? Wie gehen wir mit ihnen um?
  11. Qualitätsmanagement
    Motto:
    Für die Kinder ist nur das Beste gut genug.
    • Welche Maßnahmen dienen dem Qualitätsmanagement?
    • Wie und mit welchen Zielen wird geplant?
    • Welche Struktur wird verlässlich installiert?
    • Wie wird Qualität leicht gemacht? Welche Philosophie nutzen wir dazu?
    • Welche Produkte soll es in der Kita geben?
    • Wie wird das Controlling organisiert, damit Qualität in der Kita-Arbeit gesichert und verbessert werden kann?
  12. Unternehmenskultur und öffentlichkeitsarbeit
    Motto:
    Wir können nicht alles und wissen, dass die Bedarfe von Familien so vielschichtig wie ihre unterschiedlichen Lebensbedingungen sind.
    • Wie vernetzen wir uns mit Hilfsorganisationen, Beratungsstellen, ärzten, externen Therapeuten und anderen Kitas, um die Bedarfe der Familien abzudecken?
    • Wie bekommen wir genügend Geld zusammen? Hilft uns Sponsoring?
    • Wie stellen wir uns mit welchem Material in der öffentlichkeit dar?
  13. Visionen
    Motto: Ei
    ne positive Zukunftsvorstellung hilft uns, frei und motiviert zu arbeiten.
    • Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in zehn Jahren bei einer Feier zusammen und finden, dass Sie mit Ihrer Arbeit zufrieden sein können. Was ist dann anders als heute? Was haben Sie an Bewährtem erhalten? Und was ist neu dazugekommen?
Harald Ott - Hackmann